Drei Stunden an der Drehscheibe oder am Tisch, in der Werkstatt im Keller des Kafi Hoi Zäme in der Badener Altstadt. Ohne Vorwissen. Deine Stücke brenne und glasiere ich für dich.



Ganz ehrlich: mit schmutzigen Händen und einem Lachen.
Am Anfang steht ein Klumpen Ton, kühl, weich und ein bisschen eigenwillig. Bevor er etwas werden darf, wird er geknetet. Das macht die Luftbläschen raus und bringt dich langsam an, im Keller, weg vom Handy, hin zu deinen Händen.
Dann kommt der Moment, vor dem alle ein wenig Respekt haben: der Ton auf der Drehscheibe. Er dreht sich, er wackelt, er macht, was er will. Mit nassen Händen und ein bisschen Geduld bringst du ihn in die Mitte. Das nennt man zentrieren, und es ist das Wichtigste und das Schwierigste zugleich. Wenn es zum ersten Mal klappt und der Ton plötzlich ruhig unter deinen Händen läuft, ist das ein kleines Wunder. Versprochen.
Danach öffnest du ihn mit dem Daumen, ziehst die Wand behutsam nach oben, und auf einmal steht da etwas, das aussieht wie ein Becher. Vielleicht ein bisschen schief. Vielleicht ein bisschen dick. Aber deiner.
Und wenn etwas zusammenfällt? Dann knetest du es wieder zusammen und fängst neu an. Das gehört dazu, und ehrlich gesagt ist das der halbe Spass.
Dein Stück darf danach in Ruhe trocknen. Ich brenne und glasiere es für dich, und ein paar Wochen später hältst du es in den Händen. Am schönsten ist es, wenn du zum ersten Mal deinen Kaffee daraus trinkst.
Vorwissen brauchst du keines. Nur Kleider, die schmutzig werden dürfen, kurze Fingernägel und Lust, etwas auszuprobieren.
Ich freu mich auf dich!
Alessia





Rathausgasse 8, 5400 Baden. Mitten in der Altstadt, ein paar Minuten vom Bahnhof. Getöpfert wird in der Werkstatt im Keller; oben im Kafi gibt es Kaffee und glutenfreies Gebäck aus der eigenen Küche.



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